Zusammenfassung

Die Reparatur defekter Bauelemente, Stecker oder Pins ist bei teuren, hoch-performanten oder sicherheitskritischen Elektronikkomponenten unerlässlich. Jedoch müssen funktionsfähige Bauteile vor dem Temperatureintrag bei der Reparatur (Rework) geschützt werden. Für einen sicheren und zuverlässigen Prozess haben wir Rework-Schutzkappen und Schutzschilder entwickelt, welche schnell und individuell hergestellt werden können.

Rework-Schutzkappen für Temperaturen bis 300°C

Wegfall der Bauteilpräparation

Es entfällt eine aufwändige Präparation der Leiterkarten (z.B. mit Polyimid-Band) vor der Reparatur. Die Kappen oder Schilder werden direkt aufgesteckt und schützen somit die darunterliegen Komponenten vor Temperatur.

Links: Mit Polyimid beschützte Leiterplatte; Rechts: Mit dem AHMT Rework Schutz präparierte PCB

Schutz vor thermischen Schock

Zusätzlich werden die umliegenden Bauteile vor thermischen Schock und zu hohem Temperatureintrag geschützt. Ein versehentliches Aufschmelzen anderer Komponenten kann damit verhindert werden. Somit werden durch die Reparatur geringere thermische Spannungen in das Board induziert.

Prozessüberwachung durch integrierte Thermoelemente

Dank der integrierten Thermoelemente, kann die Temperatur der Schutzkappen präzise überwacht werden. Ein zu hoher oder schneller Temperatureintrag kann damit verhindert werden.

Rework-Station mit AHMT Schutzkappen inkl. Thermoelement zur Temperaturüberwachung

Kontrolliertes Abkühlen

Als weiterer Vorteil kann der Abkühlvorgang mit dem Rework-Schutz verlangsamt werden. Dank des innovativen Zwiebelsystems (patent pending) kühlen die äußeren Schalen schnell aus, die Temperatur bleibt jedoch in den inneren Schichten erhalten. Das Resultat ist ein schnelle Abkühlen der Außenhaut um Verbrennungen bei Berührung zu vermeiden. Die inneren Schichten kühlen jedoch aufgrund der guten Isolation langsam aus und verhindern somit einen thermischen Schock der Bauteile und Lotschichten.

Thermoschutzkappe mit 3 Thermoelementen zur Temperaturüberwachung

Bei manuellen Rework mit Lötkolben kann so ein versehentliches Aufheizen / Beschädigen anderer Bauelemente ausgeschlossen werden. Die Kappen können kurzzeitig einer Temperatur von 350°C  und dauerhaft 300°C stand halten. Typische Vorheiztemperaturen von 150°C bzw. Löttemperaturen von 250°C sind somit problemlos realisierbar.

Sauberkeit erhöhen – Verschleppung vermeiden

Lotspritzer oder Lotverschleppung gehören dank der Schutzschilder auch der Vergangenheit an. Unsere Konstrukteure passen den Schutz optimal auf Ihr Board an. Somit liegt das Schild wie ein OP-Tuch auf sensiblen Bauteilen und gibt nur den Zugang zu der offenen Wunde.

Rework ohne 2. Aufschmelzen

Diese Technologie ermöglich somit auch ein Rework in Vakuum-Reflowanlagen. Durch entsprechenden Schutz schmilzt das Lot nur an den gewollten Stellen auf und Vakuum kann Lunkern, Poren, Flussmittelreste oder Lufteinschlüsse aus dem Lot entfernen.

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen zu unseren Reparaturlösungen finden Sie hier.

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